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BESONDERE ATTRAKTIONEN / Blumenstecken

Niemand kann sich in Thailand aufhalten, ohne nicht irgendwann einmal die vergängliche, aber exquisite Kunst des Blumensteckens zu bemerken. Die duftenden Blüten werden zu Girlanden verarbeitet und als Willkommensgruß überreicht, oder sie werden zu komplexeren Gebilden, die dann als Tischdekoration oder religiöse Gabe verwendet werden.

 

Der Begriff "Blumenstecken" könnte bei einem Westeuropäer falsche Assoziationen hervorrufen, denkt man doch unwillkürlich an das lockere Arrangieren von Blumen zu hübschen, natürlich aussehenden Sträußen. Das Ziel des Blumensteckens in Thailand ist es vielmehr, aus den Blüten ein ganz neues Kunstwerk zu erschaffen. Die Blüte dient hier eher als Material, woraus der Künstler ganz eigene, künstliche Kreationen erschafft, die man grob in drei Kategorien unterteilen kann: zum einen die Kränze und Girlanden aus Jasmin-Rosen- und anderen duftenden Blüten (man nennt sie " ma lei"), die vor jedem Tempel verkauft werden. Die zweite Gruppe ist die "chat phan" wo ein ganzes Kunstwerk auf einer Schale liegt. Hier wird eine Form, die einer Lotusknospe ähnelt, aus feuchtem Sand oder Lehm mit Blüten besteckt.

 

Es entstehen dabei oft Kunstwerke mit herrlichen geometrischen Mustern, die man fast für kostbares Porzellan halten könnte. Bei der dritten Form der Blumensteckkunst werden geschickt gefaltete Kreationen aus Bananenblättern verwendet, in die man einige Gegenstände legt, die dann mit Blüten ausgeschmückt werden. Diese "bai si" verwendet man bei traditionellen Zeremonien und man findet sie im ganzen Land, jeweils in verschiedenen Formen. Eine Sorte, die "bai si pak cham" besteht aus einem zylinderförmigen Bananenblatt im Zentrum der Kreation, das mit gekochtem Reis gefüllt wird, drumherum werden hartgekochte Eier angeordnet, die manchmal mit einer Jasminkrone geschmückt sind, und das Ganze wird noch von weiteren spitz zulaufenden Kegeln (die wie stilisierte Lotusknospen aussehen) umgeben, die mit verschiedenen Blüten geschmückt sind. Diese so geschmückten Schalen sind Opfergaben, die man in die Geisterhäuschen stellt, aber auch symbolische Respektsbezeugungen, die ein Schüler seinem Lehrer überreicht.

 

Diese herrlichen Kreationen, die vom Künstler Geschicklichkeit und einen Sinn für Ästhetik verlangen, sind integraler Bestandteil der thailändischen Kultur, der heute noch so lebendig ist wie durch die gesamte Geschichte des Königreiches hindurch.

 


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